Juno Vale – Lyrics

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Die Haustür fällt zu und das Licht geht aus,
die Stille kriecht langsam durch das ganze Haus.
Ich hab verlernt, wie man ehrlich laut schreit,
ich kauf mir mit Schweigen nur ein bisschen Zeit.
Der Blick in den Spiegel fühlt sich fremd für mich an,
weil ich mich selbst kaum noch hören kann.
Draußen die Rollen, die jeder erwartet,
ein Film, der jeden Morgen von vorne startet.
Ich nicke die Fragen der Nachbarn nur weg,
hinter den Fenstern bleibt alles versteckt.
Man sieht nur die Hülle, man sieht nur die Form,
ich passe mich an, ich entspreche der Norm.
Doch hinter der Stirn brennt ein leises Signal,
dass ich mich verliere, ist mir fast schon egal.
Ich sag „alles gut“, damit niemand mich sieht,
während die Wahrheit in mir in die Stille entflieht.
Ich spiel das noch mit, bis es keiner mehr merkt,
dass jedes „okay“ nur die Lüge verstärkt.
Ich lieg nachts noch wach und ich hör mir nur zu,
wie ich innerlich bettel: „Lass mich endlich in Ruh.“
Ich weiß nicht mal mehr, wie ich mich verlor,
die Kälte in mir drückt die Stimme hervor.
Kein Brennen im Herz, nur ein dumpfes Gewicht,
das jeden Versuch zu atmen zerbricht.
Die Tage verschwimmen, ich weiß nicht mal wie,
alles fühlt sich nur an wie ’ne schlechte Kopie.
Kein großer Knall und auch kein Geschrei,
einfach nur das Gefühl: Ich bin nicht mehr dabei.
Such nach ’nem Grund, nach ’nem kleinen Beweis,
doch ich dreh mich nur weiter im selben Kreis.
Ich sag es mir vor, bis ich es glaub,
ich sag es mir vor, bis ich es glaub.
Alles okay, alles wie immer,
es wird nicht gut, es wird nur schlimmer.
Alles okay, alles wie immer,
es wird nicht gut, es wird nur schlimmer.
Ich sag „alles gut“, weil die Lüge uns trennt,
während die Wahrheit in mir sowieso keiner kennt.
Ich spiel das noch mit, bis es keiner mehr merkt,
dass jedes „okay“ nur die Lüge verstärkt.
Alles okay … alles wie immer …
Es wird nur schlimmer …