Ich steh morgens im Zimmer, doch ich fühl mich nicht wach,
trinke Kaffee wie immer, aber er holt mich nicht ab.
Scroll durch Insta und TikTok, doch es fühlt sich nicht nach mir,
und ich schieb mich durch die Stunden wie im Standbild von mir.
Meine Freunde sagen: „Meld dich“, doch ich weiß nie wann,
irgendwie renn ich im Kreis, doch ich komm nirgends an.
Und ich lächel in Gesprächen, weil man’s eben so macht,
doch in Wahrheit bin ich längst aus meinem Alltag gekracht.
Ich funktionier’, doch es kommt nichts bei mir an.
Alles läuft weiter, nur ich bleib irgendwann.
Ich funktionier’, doch da bleibt nichts in mir –
nur ein Raum ohne Stimme, der sagt: „Ich existier’.“
Ich vergesse die Träume, die ich früher mal schrieb,
seh sie irgendwo liegen, wo der Staub sie umgibt.
Leg mich abends aufs Sofa, aber nichts wird mehr still,
weil mein Kopf seine Kreise zieht, wann immer er will.
Meine Schritte nach Hause fühlen sich fremd für mich an,
wie ein Ort, den man kennt, aber nicht lieben kann.
Und ich frage mich leise, ob mich irgendwas hält –
oder ob ich nur vorbeiziehe in meiner eigenen Welt.
Ich bin hier, doch ich spür mich nicht.
Ich bin hier, und es fehlt das Licht.
Ich bin hier, doch die Zeit wird leer.
Ich bin hier, und ich such nicht mehr.
Ich funktionier’, doch es kommt nichts bei mir an.
Jeder Tag geht vorbei, ohne dass ich ihn fand.
Ich funktionier’, doch da bleibt nichts in mir –
nur ein Echo, das flüstert: „Du lebst – doch sag wofür?“
Und ich geh durch die Straßen, bis die Nacht mich verliert,
und sie sagt ohne Wärme: Du lebst – doch du frierst.